Der Begriff maritime Wirtschaft steht für eine Vielzahl von Branchen:
Häfen, Schifffahrt, Schiffbau, industrielle Offshore mit Unterwassertechnik, Meeresbergbau, Eis- und Polartechnik gehören dazu, genauso wie die Offshore-Windenergie, marine Aquakultur, blaue Biotechnologie, Hydrographie und maritime Leit- und Sicherheitstechnik, marine Umweltschutztechnik, Küstenmanagement und der Wasserbau. Die Vielzahl dieser verschiedenen Branchen macht deutlich, dass die Maritime Wirtschaft für Niedersachsen ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor ist.
Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium beschäftigt sich intensiv mit dem Zukunftsthema Ressourcen aus dem Meer, also den marinen Rohstoffen, Energiegewinnung, Ernährung und der marinen Wirkstoffforschung. Niedersachsen verfügt in vielen Bereichen über hervorragende Technologien, die nun für die Bedürfnisse von morgen weiterentwickelt werden müssen. Die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ist hierbei ein wichtiger Punkt. In diesem Sinne betreuen und beraten die Mitarbeiter der Fachreferate und der Stabsstelle Koordinator Maritime Wirtschaft, Luft- und Raumfahrt im Wirtschaftsministerium die Unternehmen. Probleme und Anliegen der Unternehmen werden aufgegriffen und gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungsansätze erarbeitet. Die Stabsstelle koordiniert die Belange der maritimen Wirtschaft und stimmt im Bedarfsfall konkurrierende Interessen ab.
Im Wirtschaftsministerium werden folgende Branchen betreut:
- Häfen und Seeschifffahrt
- Werften und Schiffbauindustrie
- Reedereien/ Seeschiffahrtswirtschaft
- Offshore Technologien (Erneuerbare Energien)
- Meeresbergbau, marine Rohstoffe (Rohstoffe und Bergbau in Niedersachsen)
- Marine Aquakultur, blaue Biotechnologie
- Tourismus an der Küste (Tourismus & Gesundheit)
- Maschinen- und Anlagenbau
- Hinterlandanbindung / Logistik
Im Rahmen des "Forums Küste und Meer" finden regelmäßig Fachveranstaltungen statt, um auf die Belange der Maritimen Wirtschaft einzugehen.
Seit 2006 arbeitet die Europäische Kommission intensiv an einem Programm für eine umfassende integrierte Meerespolitik. Ziel ist es, unerschlossenes, wirtschaftliches Wachstumspotenzial freizusetzen, dass gleichzeitig den Interessen des Meeresumweltschutzes nicht zu wider läuft. Der erste Schritt hierzu war das Grünbuch für eine integrierte Meerespolitik, zu dem auch die norddeutschen Küstenländer eine gemeinsame Stellungnahme im Rahmen eines Bundesratsbeschlusses abgegeben haben. Im zweiten Schritt legte die EU-Kommission im Oktober 2007 ein Blaubuch und einen Aktionsplan für eine "Integrierte Meerespolitik für die Europäische Union" vor. Im Blaubuch wird hervorgehoben, dass der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, der Schutz der Meeresumwelt und die Interessen und Lebensgrundlagen derjenigen, die von der maritimen Wirtschaft abhängig sind oder an der Küste wohnen, integrale Bestandteile eines Gesamtkonzeptes sein sollten. Im Aktionsplan werden erste konkrete Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele genannt. Auch hierzu haben die norddeutschen Küstenländer eine gemeinsame Stellungnahme im Rahmen eines Bundesratsbeschlusses abgegeben. Niedersachsen hat großes Interesse mit seinen Potenzialen in der maritimen Wirtschaft, seinen Beitrag für eine integrative europäische Meerespolitik zu leisten. Ausführliche Informationen zum Blaubuch und zum Aktionsplan finden Sie auf den Internetseiten der Europäischen Kommission.
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